Interview

Digitalisierung: den ganzheitlichen Fokus gesetzt?

Die Vorteile von Digitalisierungsprojekten liegen meist auf der Hand. Doch Digitalisierung sollte als weit mehr als nur die Umsetzung von technischen Massnahmen gesehen werden.

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Ales Kupsky, Head of Application Services & Consulting und Mitglied der Geschäftsleitung von Aveniq, im Interview (Finanz & Wirtschaft)

Herr Kupsky, Digitalisierung ist in aller Munde. Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Umsetzung?

Digitalisierung wird oft als punktuelle Umsetzung von ausgesuchten digitalen Lösungen verstanden. Aus unserer Sicht greift dies zu kurz: Wir empfehlen eine Digitalisierungsstrategie für das Gesamtunternehmen, welche organisatorische, kulturelle und auch technische Massnahmen umfasst.,

Wie könnte diese Strategieerarbeitung aussehen?

Neue Technologien bieten die Chance, bestehende Prozesse zu hinterfragen und zu verbessern. Das bedeutet aber auch, dass Veränderungsprozesse angestossen werden, welche durch organisatorisches und kulturelles Change Management begleitet werden müssen.,

Können Sie das näher erläutern?

Unsere Digital Consultants verschaffen sich zuerst ein Gesamtbild des Kundenumfeldes. Gemeinsam mit Kundenvertretern entwickeln wir dann eine Customer Journey, die digitale Erlebnisse identifiziert und die Mehrwerte fürs Unternehmen herauskristallisiert. Daraus ergibt sich eine Übersicht von automatisierbaren Aufgaben, Medienbrüchen, aber auch Opportunitäten für neue Geschäftsmodelle oder Kundenerlebnisse. Anschliessend kann ein Umsetzungsplan je nach zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten sowie Prioritäten des Kunden auf Basis unterschiedlicher Technologien, wie unter anderem RPA, Chatbots, Integration mit Cloud Services, abgestimmt werden – flankiert durch Massnahmen für die Mitarbeitenden. Von Anfang an wird hohe Aufmerksamkeit auf die Sicherheitskonzepte gelegt, ohne die kein Digitalisierungsprojekt umgesetzt werden darf.,

Wie könnte im Bereich Arbeitsplatz ein solcher Plan aussehen?

Um die standortunabhängige Zusammenarbeit zu fördern, genügt die Bereitstellung von MS Teams nicht. Eine Suite von Microservices wie beispielsweise die Aveniq Lösung Ninja365, die auf der Microsoft Power Plattform basiert und flexibel für Kundenprozesse und -bedürfnisse konfiguriert werden kann, deckt die geforderten Bedürfnisse umfassend ab. Auch ist die Anbindung an bestehende ERP-Systeme jederzeit möglich., Finanz & Wirtschaft, Februar 2022

Fakten

  • Digitalisierung: mehr als punktuelle Umsetzung
  • Change Management als wichtiger Begleiter
  • Aufmerksamkeit auf Sicherheit
  • Collaboration mit Ninja365