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SAP zieht in die Cloud – Ratgeber zum erfolgreichen Umzug

Technologische und prozessuale Anforderungen an den Betrieb von SAP-Systemen steigen stetig.
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Gefragt sind skalierbare, sichere Infrastrukturen mit hoher Verfügbarkeit zur Unterstützung der digitalen Transformation. Eine mögliche Antwort ist die Cloud. Doch was ist bei der Überführung zu beachten?

Im Rahmen der Digitalisierung steigt der Bedarf, Geschäftsanwendungen in die Cloud zu migrieren. Die Cloud Lösungen stellen dabei neue Ansprüche an die Infrastruktur. Was bisher häufig im eigenen Rechenzentrum betrieben wurde, kann auch als Infrastructure-as-a-Service (IaaS) bezogen werden. Ein Vorteil des IaaS-Betriebs ist, dass die SAP-Infrastruktur in kürzester Zeit, ohne vorherige Investitionskosten bereitgestellt werden kann. Das ist insbesondere bei einem Umstieg auf SAP S/4 Hana zu berücksichtigen, da durch die erhöhten Ressourcenanforderungen die Anschaffung neuer Hardware notwendig wird. Der Basisbetrieb wird bei diesem Modell selbst übernommen oder als PaaS-Service bei einem erfahrenen CloudSolution-Provider bezogen.

‍Wie ist die Kostentransparenz über den Wolken?

Bei Cloud Lösungen können die Kosten aktiv gesteuert werden. So hat beispielsweise der Standort des Rechenzentrums Einfluss auf die Betriebskosten. Sandbox- und Projektsysteme werden vielfach nur temporär genutzt und anschliessend stillgelegt. Für solche Fälle bietet sich eine nutzungsbasierte Bezahlung ohne langfristige Verpflichtung an. Bei Systemen mit konstanter Nutzung hat sich hingegen die Reservation der Infrastruktur-Ressourcen mit einer festen Laufzeit bewährt, da so hohe Rabatte realisiert werden können.

‍Wie überführt man SAP erfolgreich in die Cloud?

Zur Implementierung der optimalen SAP-Cloud-Lösung sind verschiedene Fragen im Vorfeld detailliert zu klären:

  • Welche Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit und Skalierbarkeit sind vorhanden?
  • Gibt es rechtliche Anforderungen, beispielsweise bezüglich Datenschutz oder Security?
  • Welcher SAP-Release-Stand dient als Ausgangsbasis, oder sind Applikationen vorhanden, die konsolidiert werden können?

Aus diesen Antworten resultiert eine individuelle SAP Cloud-Architektur und die Grösse der Systemlandschaft. Mögliche Stolpersteine von Cloud-Vorhaben sind technologische Abhängigkeiten zwischen Cloud Provider, Unternehmen und den damit verbundenen Subsystemen. Diese gilt es zu kennen und umfassend zu bewerten. Die Etablierung einer Cloud Strategie, Cloud Governance und Cloud Kernarchitektur sind unabdingbare Voraussetzungen für den geordneten, sicheren und compliance-konformen Betrieb von Cloud Services. Sollte das notwendige Fachwissen intern fehlen, lohnt es sich, einen externen Partner beizuziehen, der die optimale Nutzung der zahlreichen technischen Features der gewählten Lösung sicherstellen kann.

‍Die Planung entscheidet über den Erfolg

Abhängig von der Ausgangslage und den Zielen kann anschliessend die unternehmensspezifische Roadmap definiert werden. In einfachen Fällen erfolgt der Umzug bestehender SAP-Systeme mittels «Lift and shift»-Vorgehen in die Cloud. Unter Berücksichtigung punktueller Optimierungen ergibt sich so kein weiterer Anpassungsbedarf an den Systemen. Eine weitere Option ist die Verbindung der Transformation mit einem Wechsel auf die Hana-Datenbank oder mit einem S/4-Hana-Migrationsprojekt. Schritt für Schritt in die Zukunft: Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmen ihre ersten «SAP on Cloud»-Erfahrungen mit einem nicht produktiven SAP-Sandbox- oder -Projektsystem sammeln. Diese Kenntnisse können für die zeitliche wie auch inhaltliche Planung der Überführung in die Cloud sehr wertvoll sein. Daraus resultiert eine Vorgehensweise in sorgfältig geplanten, einzelnen Schritten.

Netzwoche, Mai 2020

Fakten

  • Prozesse in die Cloud migrieren
  • Kosten aktiv steuern
  • SAP-Cloud-Lösungen gründlich prüfen
  • «Lift and shift»-Vorgehen

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